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3D-Scan selber machen

Lesezeit: 5 min.

Jeder kann 3D-Scannen! Dazu benötigt man kein tiefer gehendes Verständnis von Technik!

Erste Modelle können innerhab einer Stunde erstellt werden. Es ist nicht schwer, aber die Qualität lässt am Anfang oft noch zu wünschen übrig.
Auf dieser Seite gebe ich dir Tipps, wie du möglichst gute Scanns kostenlos und mit wenig Aufwand erstellen kannst. Gleichzeitig vermittle ich, wie

Du benötigst:

  • Eine Kamera (Smartphone, Spiegelreflex) – desto schärfer und desto höher die Megapixel-Zahl der Bilder, desto besser!
  • Ein einfaches Modell, das nicht glänzt. z.B. einen Stein oder einen Baumstamm
  • viel Licht – Tageslicht ist sehr viel heller als eine Lampe im Zimmer. Selbst bei bewölktem Himmel!
  • Eine Software für Photogrammetrie (dazu später mehr)

Grundbegriffe

Objekt Ein realer Gegenstand
Modell Eine digitale Darstellung von Flächen (Polygonen)
Polygon Eine Fläche bestehend aus drei oder mehr Eckpunkten. Meist Dreiecke oder Vierecke.
Mesh (engl. Netz) Ein Verbund aus vielen Polygonen
Textur Farbe auf dem Modell (das Kann auch ein Bild sein)
verdeckte Flächen
Fläche(n) eines Objekts, die nicht gescannt werden, weil sie sich selbst verdecken.
Zum Beispiel: Ein Würfel liegt auf einer Fläche. Dadurch wird die Unterseite verdeckt und kann nicht mit einem einseitigen Scan erfasst werden.
Einseitiger/Mehrseitiger Scan Das Objekt wird nur von z.B. der Außenseite gescannt (einseitiger Scan). Wird es zusätzlich z.B. von der Unterseite oder Innenseite gescannt, handelt es sich um einen Mehrseitigen Scan.
Chunk Ein Virtueller Bereich, in dem sich ein Modell bzw. die Daten befinden. Ein Modell kann sich auch aus mehreren Chunks zusammensetzen.
Reihe/Stapel (von Bildern) Viele Bilder nebeneinander um ein Objekt herum (Reihe) bzw. übereinander (Stapel).

Grundlagen

Das Prinzip des 3D-Scannens beruht auf einer Technik aus dem 19. Jahrhundert namens „Photogrammetrie„, entwickelt von dem deutschen Bauingenieur Albrecht Meydenbauer. Seine Idee war es, Bilder zur Vermessung von Gebäuden zu nutzen. Die heute genutzten Verfahren (außer Laser-Scan und Time-of-flight Sensoren) zum 3D-Scannen beruhen zum Großteil auf den Grundlagen der Photogrammetrie.

Um zu verstehen wie 3D-Scanns generiert werden, muss man sich in die Lage der Software versetzten, die die Bilder in ein 3D-Modell umwandelt. Sie kann nur sehen, was man ihr an Bildern gibt. Für uns Menschen ist es einfach, einen Würfel als Objekt zu erkennen, denn wir können es permanent von allen Seiten betrachten. Zusätzlich können wir Dreidimensional sehen und aufgrund unserer Erfahrung uns Flächen vorstellen z.B. unter dem Objekt, die wir nicht sehen.

Wollen wir einen Würfel Scannen, so wissen wir, dass auf der Unterseite eine Zahl steht. Wenn wir diese nicht scannen, so weiß es jedoch die Software nicht. Was die Software also nicht sieht, ist im Modell aber auch nicht da. Es würde in dem Fall ein Loch an der Unterseite verbleiben. Wie man sie trotzdem erfassen kann, erfährst du in einem Späteren Kapitel.

Nun haben wir einige Bilder von unserem Würfel von verschieden Seiten (von vorn, oben, seitlich, usw.) gemacht.